skorpion

SKORPION





Skorpion: Liebe und Partnerschaft


Der Skorpion-Mensch als Freund

Skorpion-Menschen schließen meist nur wenige Freundschaften, Daraus zu folgern, daß die Vertreter dieses Zeichens keine sonderliche Begabung zur Freundschaft aufweisen oder an freundschaftlichen Beziehungen desinteressiert sind, wäre falsch.
Die Skorpion-Geborenen gehören zwar im allgemeinen nicht zu den betont kontaktfreudigen Menschen, doch wissen sie bewährte Freundschaft durchaus zu schätzen. Es stimmt: Sie legen ziemlich strenge Maßstäbe an ihre Freunde. Sie wählen vorsichtig, prüfen, lassen geraume Zeit verstreichen, ehe sie den Schritt vom Bekanntsein zur Freundschaft tun. Es ist bei ihnen wohl so: Sie möchten gerne vertrauen, sehnen sich heimlich danach, der Geborgenheit des gegenseitigen Vertrauens teilhaftig zu werden - doch ihr angeborenes Mißtrauen funkt immer wieder dazwischen.
Mit einem Skorpion-Geborenen steht man also nicht sogleich auf du und du. Es können jahrelang gesellschaftliche oder berufliche Kontakte bestehen, bevor sich die Distanz verringert und der "Skorpion" gestattet, daß man ihm näherkommt.
Das Wort "Freundschaft" steht bei den Skorpionen hoch im Kurs, und sie sind mit seiner Anwendung sparsam. Man darf wohl annehmen, daß sie nicht zuletzt so wählerisch sind, weil sie Enttäuschungen fürchten. Als Freund von "Skorpionen" muß man es sich wohl oder übel gefallen lassen, sorgfältig getestet, ja regelrecht auf die Probe gestellt zu werden. Besteht man diese Prüfungen, dann hat man im Skorpion-Geborenen allerdings einen Freund, der sich als verläßlich und treu erweist und anhaltend bestrebt ist, die Freundschaft zu pflegen und zu erhalten. Gelegentliche Rückfälle ins Mißtrauen wird es immer wieder geben.
Sie sind nun einmal im Skorpion-Charakter begründet. Er leidet selbst an dieser Veranlagung, und wenn er einsieht, grundlos mißtrauisch gewesen zu sein, wird er es bereuen.
Vom Skorpion-Freund ist tatkräftige Hilfe und Unterstützung zu erwarten, wenn man in eine bedrängte Lage kommt. Er läßt seine Freunde nicht im Stich. Allerdings erspart er ihnen auch Vorwürfe und Kritik nicht, wenn seiner Ansicht nach Grund dazu besteht. Als Gegenteil eines Schmeichlers weist er unbarmherzig und unerbittlich mit dem Finger auf alle Schwächen und Fehler, die er entdeckt. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Daß er selbst leicht zu verletzen ist, jedoch nicht erkennt, wann er andere verletzt, gehört ebenfalls zu seinem Wesen. Darauf hingewiesen, erwidert er wohl erstaunt, daß er es doch nur gut meine.
Im Umgang mit "Skorpionen" ist also eine dicke Haut von großem Wert. Man darf wirklich nicht gleich gekränkt sein, wenn der "Skorpion" einmal "sticht". Seine Vorzüge sind ja leider öfter unter einer Schicht von Schroffheit verborgen und erschließen sich nur demjenigen, der die Ausbrüche des heftigen Skorpion-Temperaments gelassen hinnimmt, weil er weiß, daß dieser vulkanische Typ eben so geartet ist.
In Skorpion-Freundschaften wird es wohl häufig lebhafte Debatten, wenn nicht gar Streit geben. Der eigenwillige Skorpion hält seine Meinung stets für die richtige. Man muß ihm mit Festigkeit entgegentreten, mit klaren Argumenten. Nie darf man ausfällig werden. Der "Skorpion" wird schließlich anerkennen, daß es in einer Sache eben zweierlei Standpunkte gibt, von denen jeder etwas für sich hat. Seinen eigenen Standpunkt verlacht oder als unsinnig bezeichnet zu sehen, wird er jedoch nicht hinnehmen.
Kluge Freunde können durch festes und gleichzeitig taktvolles Verhalten viel dazu beitragen, daß ein "Skorpion" innerhalb seiner Grenzen duldsamer wird. Vor allem die geistig höher entwickelten Skorpion-Geborenen sind in einem gewissen Grad beeinflußbar, wenn es gelingt, sie zu überzeugen.
Einfach ins Schlepptau nehmen lassen sich Skorpion-Freunde nie. Sie sind zu eigenwillig, um sich ihre Entschlußfreiheit rauben zu lassen. So ein Skorpion-Freund kann sauer reagieren, wenn man über ihn und seine Zeit bestimmt, ohne ihn vorher zu fragen, wenn es sich auch nur um Kleinigkeiten handelt. Er hat es nun einmal nicht gern, wenn man ihn vor vollendete Tatsachen stellt. Die Mitteilung beispielsweise "Ich habe für dich und mich Theaterkarten für morgen abend besorgt", wird von ihm mit großer Wahrscheinlichkeit zunächst einmal ungnädig quittiert: "Wie konntest du? Du weißt doch gar nicht, ob es mir recht ist!" Vielleicht ist es ihm sogar sehr recht, aber er wünscht eben nicht, in seiner Entscheidungsfreiheit eingeengt zu werden. Für Überraschungen sorgt er lieber selbst.
Abstand nimmt man auch im Falle jahrelanger Vertrautheit besser von Überrumpelungen, etwa der Art, daß man dem ahnungslosen Skorpion eines schönen Sonntags einfach auf die Bude rückt, womöglich gar in Begleitung weiterer Bekannter. Er ist dieser Invasion dann mit ziemlicher Gewißheit ein so steifer Gastgeber, daß jeder Versuch zur Gemütlichkeit wie unter eisigem Windhauch im Keim erstickt.
Der "Skorpion" kann sich nun einmal schlecht verstellen. Eine Ausnahme gibt es in dieser Beziehung: Wenn er tiefer verletzt wurde, zeigt er das nicht immer sofort. Vielmehr verschließt er sich, mimt den Gleichgültigen, um auf den Moment zu lauern, in dem er zum Gegenschlag ausholen kann. Eine Beleidigung vergißt ein "Skorpion" nie, und er wird desto erbitterter dafür Rache nehmen, je größer der Schmerz war, den man ihm zugefügt hat.


Der Skorpion-Mensch als Liebespartner

"Nun, hast du gestern abend noch alle Arbeiten erledigt, wie du wolltest?" fragt sie. "Ja. Es ist spät geworden", antwortet er. "Dann war es wohl dein Doppelgänger, den ich mit einem Mädchen aus dem Kino kommen gesehen habe?"
Der Ertappte schluckt zunächst einmal. Dann versucht er, seine Verlegenheit mit einem Lächeln zu übergehen. "Du bist doch nicht am Ende eifersüchtig? Keine Ursache! Das Mädchen war meine Cousine."
Ob es sich um eine "echte" Cousine handelte? Das spielt nur noch eine zweitrangige Rolle. Die Situation ist nicht zu retten. Sie, die gestern seine Küsse heiß erwiderte, strömt nur noch eisige Kälte, Zurückhaltung und Verachtung aus. "Du kannst dir die Mühe sparen, mich nochmals anzurufen! Jungen, die mich anlügen, sind für mich erledigt!"
Sie ist nämlich eine Skorpion-Dame.
Er hätte wissen müssen: Skorpion-Geborene sind stolz, und ihr Stolz kann Hintergehung nicht verzeihen. Sie sind mißtrauisch von Natur aus, und wenn ihr Mißtrauen einmal geweckt ist, kann man es auch mit Liebesschwüren und dem Versprechen "Ich werde so etwas gewiß kein zweites Mal tun", nicht mehr einschläfern. Sie neigen obendrein zu Radikallösungen unter dem Motto "Ein Ende mit Schrecken ist besser als Schrecken ohne Ende" und gießen dabei oft das Kind mit dem Bade aus.
Das alles sollte wissen, wer einen "Skorpion" zum Liebespartner wählt. Und noch einiges mehr.
Skorpion-Menschen sind ziemlich ungeeignet für oberflächliche Flirts und unverbindliche Liebeleien. Wenn ihr Interesse für eine Person des anderen Geschlechts geweckt wurde und sie Feuer fingen, dann gehen sie rasch "aufs Ganze". Für Tändeleien, für ein prickelndes Katz-und-Maus-Spiel sind sie nicht zu haben. Sobald sie zu spüren glauben, daß man mit ihnen nur spielt, ziehen sie sich tief beleidigt zurück. Sie lassen sich auch nicht hinhalten und vertrösten. Entweder - oder, sagen sie. Entweder du liebst mich - oder du liebst mich nicht. Eine dritte Möglichkeit gibt es nicht.
So einen Skorpion-Partner kann man also nicht als eines von mehreren "Eisen im Feuer" betrachten, um bei Gelegenheit einmal auf ihn zurückzugreifen. So eine Behandlung verträgt dieser eigenwillige, selbstbewußte Charakter nicht.
Wenn sich ein Skorpion verliebt, schmachtet und schwärmt er nicht im geheimen, sondern setzt zum Angriff, zur Eroberung an. Er gibt offen zu erkennen, welches Ziel er verfolgt. Erwünscht Klarheit. Dies ist an sich ein sympathischer Zug, der allerdings auch seine negativen Seiten aufweist, mangelt es dem "Skorpion" (vornehmlich dem männlichen und dem noch nicht gereiften) doch vielfach an Geduld, Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme.
Ein Skorpion läßt sich mit dem Geständnis, daß seine Liebe erwidert wird, kaum abspeisen. Er fordert Beweise, und der stärkste Beweis ist für diese überdurchschnittlich triebhaften Menschen die körperliche Hingabe. Bis zur Hochzeit warten? Weshalb? fragt der Skorpion. Wir lieben uns und basta. Ein Sichversagen des Mädchens wird fast immer als mangelnde Liebe ausgelegt, und an diesem Punkt scheitern zahlreiche hoffnungsvoll begonnene Liebesbeziehungen.
Dies darf nun nicht etwa als Rat aufgefaßt werden, dem stürmisch fordernden "Skorpion" alles zu gewähren. Die Entscheidung steht jedem frei. Es ist jedoch zu bedenken, daß das Wesen des "Skorpion" zwiespältig und sein Charakter alles eher als einfach ist. Mit anderen Worten: Wer den Wünschen eines "Skorpion" allzuschnell nachgibt (sei es, weil sich die eigenen Wünsche mit den seinen begegnen, sei es aus Angst, ihn sonst zu verlieren), der riskiert unter Umständen, sein Mißtrauen zu erwecken. Er könnte sich fragen, ob das Mädchen, das für ihn so leicht "zu haben" war, es vielleicht auch - für andere ist.
Man ersieht daraus, daß die richtige Behandlung von Skorpion-Liebespartnern schwierig ist.
Allgemein sind leichter Regeln für das aufzustellen, was unter allen Umständen vermieden werden muß: Heimlichkeiten, der Gebrauch von Lügen (auch von kleinen, sogenannten harmlosen), Lustigmachen auf ihre Kosten, überhaupt alles, was ihren Stolz verletzen könnte.
Die Reaktionen eines gekränkten "Skorpions" sind immer heftig. Je nachdem, ob es sich um einen geistig höher entwickelten oder einen mehr primitiven Vertreter dieses Zeichens handelt, fallen sie ätzend scharf oder mit robuster Derbheit aus. Sollte von einem "Skorpion" Verzeihung zu erlangen sein - vergessen wird er nie. Es ist zu erwarten, daß er bei der nächsten Krise sogleich wieder alles hervorholt, was bereits abgetan schien.
Der zuletzt genannte Wesenszug tritt auch bei den weiblichen Skorpion-Geborenen stark in Erscheinung. Für die Skorpionin ist es Grundbedingung, daß der Liebespartner ihr allein gehört. Andere Mädchen dürfen für ihn einfach nicht mehr existieren. Sie teilt nicht. Enttäuscht und gekränkt neigt sie zu Kurzschlußhandlungen. Verworrene Situationen mit Nachsicht und Kompromißbereitschaft zu entwirren, liegt ihr nicht.


Der Skorpion-Mann und die moderne Partnerschaft

Der Skorpion-Mann ist eine Kämpfernatur. Ob er gegen Widerstände, die ihm den Weg zum Ziel versperren, mit der ihm eigenen Kraft und Robustheit, im wesentlichen aber fair und offen vorgeht, oder ob er Schlauheit und eine gewisse Dosis Rücksichtslosigkeit ins Spiel bringt, hängt ganz vom Sonnenstand in seinem Wurzelhoroskop ab.
Jeder echte Skorpion liebt es, seine Kräfte zu erproben. Er genießt die gespannte Stimmung, die sich immer dann einstellt, wenn es ums Ganze geht.
Dieser Typ ist überhaupt sehr genußfreudig und möchte die Freuden des Lebens voll auskosten. Er hört es ungern, wenn ihm zur Mäßigung geraten wird, denn jede Art der Bevormundung ist ihm verhaßt, auch wenn sie liebevoller Fürsorge entspringt und nur sein Bestes will.
Ein echter Skorpion-Mann verträgt es nicht, wenn er Rechenschaft über sein Tun und Lassen ablegen soll. Er ist im positiven Fall durchaus verantwortungsbewußt und wird sich seine Schritte in diesem Sinn überlegen, er möchte sie dann aber nicht erst lang und breit erklären und begründen. Die Menschen, die mit ihm zusammenleben, sollen seine Entscheidungen als gegeben hinnehmen. Er gibt gerne den Ton an, reagiert auf Widerspruch meist scharf. Herrschsüchtige Menschen verträgt der Skorpion nicht. Herrschsüchtig ist er ja selbst - auch wenn er es nicht zugibt. Zweifellos verfügt er über eine recht eigenwillige Natur und gibt seiner Umwelt so manche Nuß zu knacken und manches Rätsel zu lösen auf.
Bei Männern dieser Art liegt es eigentlich von Anfang an auf der Hand, daß sie der Idee von der Gleichberechtigung in der Ehe und Partnerschaft wenig werden abgewinnen können.
Wer autoritär veranlagt ist - und das sind neun von zehn Skorpion-Männern -, der kann nicht glauben, daß es Vorteile bringen soll, wenn in einer Verbindung beide Partner bestimmen. Das kann doch letzten Endes immer nur einer, meint der Skorpion und schiebt das Thema gleich mit einer energischen Handbewegung vom Tisch.
Die Frau, die den Wunsch nach Gleichberechtigung hat und dazu das Pech, sich mit dieser Einstellung in einen Skorpion zu verlieben, kann dann nur zweierlei tun: entweder auf die Verwirklichung ihrer Wünsche aus Liebe verzichten oder den Kampf weiterführen. Wobei es wiederum zwei Wege gibt - den offenen des fortgesetzten Streitgesprächs, bei dem der Ausgang sehr ungewiß ist, oder den mehr heimlichen.
Bei letzterem wird sie so tun, als füge sie sich den Skorpion-Wünschen und trachten, gewissermaßen "auf Schleichwegen" wenigstens einen Teil ihres Programms der Selbstverwirklichung Schritt für Schritt auszuführen, ohne daß der Skorpion-Partner damit vor den Kopf gestoßen wird. Dazu gehören allerdings sehr viel Selbstvertrauen und Zähigkeit, Diplomatie und Geduld. Leicht wird es in keinem Fall sein, mit Rückschlägen ist immer wieder zu rechnen, und es wird nicht eben allzu viele Frauen geben, die ans Ziel gelangen.
Was soll denn dieses Emanzipationsgefasel? fragt der Skorpion-Mann. Frauen und Männer sind nun einmal von Natur aus verschieden, und wer diesen Unterschied einzuebnen versucht, kann bloß ein Dummkopf sein, denn wenn er sein Hirn zu gebrauchen verstünde, müßte ihm klarwerden, daß sich Naturgesetze nicht auf den Kopf stellen lassen.
Eines dieser Naturgesetze besteht nach Ansicht der überwiegenden Mehrheit der Skorpion-Männer eben darin, daß die Frauen dazu geschaffen wurden, Kinder zu bekommen und sie großzuziehen, den Männern aber die Aufgabe zufällt, für ihre Familie im Lebenskampf das herbeizuschaffen, was benötigt wird.
Mit sich reden läßt der Skorpion-Geborene eventuell in Detailfragen, nicht aber, was den Hauptpunkt betrifft. Wenn seine Frau also zum Beispiel sehr großen Wert darauf legt, einen Beruf auszuüben, wird er das erwägen. Nüchtern und praktisch wie er ist, sieht er einen gewissen Vorteil darin, wenn beide Partner Geld verdienen. Man kann sich dann mehr leisten, kann sich üppigere Lebensfreuden gönnen. Das ist ein Gedanke, dem der Skorpion wohlwollend gegenübersteht.
Gut - wird er finden -, über die Berufstätigkeit der Ehefrau läßt sich reden, unter der Bedingung allerdings, daß Haushalt und Kindererziehung nicht darunter leiden. Und vor allem natürlich auch, daß er selbst nicht darunter zu leiden hat.
Klagen über Erschöpftheit nach einem harten Arbeitstag will er von seiner berufstätigen Frau nicht zu hören bekommen. Das muß sie gefälligst mit sich selbst ausmachen. Auch von beruflichen Sorgen will er nichts hören. Die hat er allein gepachtet. Bei ihm geht es schließlich um Erfolg und Karriere. Eine Frau braucht im Beruf nicht erfolgreich zu sein, und eine große Karriere braucht sie erst recht nicht zu machen.
Diesbezüglich sieht der Skorpion-Mann einen beträchtlichen Unterschied zwischen Männern und Frauen im Beruf. Daß eine Frau ebenso ehrgeizig sein kann und, sofern sie zu höheren Leistungen befähigt ist, auch ebenso berechtigt ist, Karriere zu machen, das leuchtet einem männlichen Skorpion nur äußerst selten ein.
Sicherlich wird von den Männern nicht wenig verlangt, wenn sie plötzlich "umdenken" und auf seit Jahrhunderten gebräuchliche Vorrechte verzichten sollen, aber es gibt schließlich viele, die zumindest darüber nachdenken und Verständnis zeigen. Skorpion-Geborene versteifen sich leider oft auf einen starren Standpunkt. Wer auf Entgegenkommen hofft, wird enttäuscht.
Im Haushalt mithelfen, weil die Frau berufstätig ist? Das empfinden Skorpion-Männer im allgemeinen als Zumutung. Haushalt ist Frauensache, meinen sie. Eventuell kümmern sie sich um rein technische Dinge, reparieren also zum Beispiel ein Haushaltsgerät, übernehmen eine Arbeit, für die sonst ein Handwerker gerufen werden müßte. Apparate, elektrische Leitungen, Tischlerarbeit - das ist ja "Männersache". Dabei fällt keinem Skorpion eine Perle aus der Krone.
Auch Skorpion-Männer, die sich selbst als modern und fortschrittlich betrachten, sind im traditionellen Gedankengut gefangen. Sie vergleichen auch oft die eigene Ehe mit jener ihrer Eltern: "Mein Vater hat das auch so gemacht", kann man aus ihrem Mund immer wieder hören, oder: "Meine Mutter hätte sich geniert, wenn sie mit der Hauswirtschaft nicht allein zurechtgekommen wäre."
Wenn Gleichberechtigung in der Ehe eines Tages Selbstverständlichkeit sein sollte, werden die Skorpion-Männer sicher zu den letzten gehören, die das anerkannt haben. Um glücklich und zufrieden zu sein, brauchen sie nun einmal das Bewußtsein, in den Augen der Partnerin der stärkere, der gebende Teil zu sein. Diese Rolle lassen sie sich nur äußerst ungern streitig machen.


Die Skorpion-Frau und die moderne Partnerschaft

Das Zeichen des Skorpions wird von Mars regiert - und wenn starke Marseinflüsse vorliegen, geht es kaum vorwiegend heiter und friedlich zu. Der Skorpion-Frau sind weit mehr kämpferische als spielerische Züge zu eigen. Sie ist ein sehr energischer Typ, der sich und seine Anschauungen durchzusetzen weiß. Sie verfügt über zähen Willen und ist - vor allem, wenn sie gereizt wurde oder sich herausgefordert fühlt - in der Wahl ihrer Mittel keineswegs zimperlich.
Wer eine Skorpionin zur Feindin hat, kann mit allerlei Schwierigkeiten rechnen, denn sie ist ausdauernd - in der Liebe ebenso wie im Haß. Eine richtige Skorpionin fordert Beachtung, sie ordnet gerne an, ist ehrgeizig und zielstrebig.
Als Partnerin ist die Skorpion-Frau niemals "bequem". Sie kann eine prächtige Kameradin abgeben, aber niemand darf sich in der Hoffnung wiegen, daß sie etwa "um den Finger zu wickeln" sei.
Mehrere der charakteristischen Eigenschaften der Skorpion-Frauen - Ehrgeiz und Streben nach Geachtetwerden, der Hang zum Dominieren nicht zu vergessen - sind Anhaltspunkte dafür, daß sich im Kreis dieser Frauen viele finden lassen, die im Kampf um die Gleichberechtigung ganz vorne stehen.
Zwar betont eine Skorpionin gerne, daß sie sehr gut allein zurechtkommt und sich das Leben nach eigenem Geschmack einzurichten versteht, daß sie also im Grunde genommen die Emanzipationsbewegung nicht braucht, um quasi in deren Sog erst verwirklichen zu können, was ihr vorschwebt, aber sie steht diesen Bestrebungen natürlich positiv gegenüber. Ein bißchen mitleidig vielleicht auch. Das Mitleid gilt jenen Frauen, die so lange gebraucht haben, um "aufzuwachen" und sich darauf zu besinnen, daß sie Rechte haben, nicht nur Pflichten. Das Wesen der Skorpionin ist recht radikal orientiert. Bei ihr besteht latent die Gefahr, daß sie über das Ziel hinausschießt. Es liegt also durchaus im Bereich der Möglichkeit, daß die eine oder andere Frau dieses Zeichens quasi "den Spieß umdreht" und den vernünftigen Gleichberechtigungsgedanken in das Liebäugeln mit der Frauenherrschaft ummünzt. Daß sie dabei den Bestrebungen, für die sie eintritt, unter Umständen mehr schadet als nützt, wird sie kaum einsehen.
Was eine Skorpion-Frau tut, das tut sie stets mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft. Halbheiten sind ihr verhaßt. Die vorteilhaft bestrahlten Vertreterinnen dieses Zeichens verfügen zwar über genug Einsicht und Gerechtigkeitssinn, um den Bogen nicht zu überspannen, aber es gibt eben nicht nur solche.
Halten wir also zunächst einmal fest, daß Skorpion-Frauen der "helleren" wie der "dunkleren" Ausprägung zum Thema Emanzipation viel zu sagen haben - im persönlichen Bereich ebenso wie im allgemeinen.
Daß sie zum Beispiel in der Partnerschaft, in Liebe und Ehe, kein willenloses "Werkzeug" des Partners sind, versteht sich bei ihnen von selbst. Eine echte Skorpion-Geborene wußte sich immer schon durchzusetzen. Liebe hatte bei ihr stets etwas mit Kampf zu tun. Es sieht so aus, als mache dieser Kampf ihr regelrecht Spaß.
Dabei ist zu beobachten, daß die Skorpion-Frau gar nicht an einem schwachen Partner interessiert ist, bei dem es ihr leicht fiele, die Oberhand zu behalten. Das wäre ihr offenbar zu einfach, zu leicht. Sie wünscht sich einen starken Gefährten, mit dem sie dann ihre Kräfte richtig messen kann. Sie läßt mit sich reden - aber Vorschriften machen läßt sie sich nicht. Wenn es Differenzen in den Anschauungen gibt, dann müssen diese, ihrer Ansicht nach, ausdiskutiert, ausgekämpft werden. Nachgeben um des lieben Friedens willen steht nicht in ihrem Programm.
Überzeugen läßt sie sich gelegentlich schon, vor allem dann, wenn der Partner klug genug ist, ihre Argumente nicht zu verwerfen, sondern sich damit auseinanderzusetzen. Sobald sie sich respektiert fühlt und feststellt, daß man sie ernst nimmt, ist sie am ehesten bereit, ihrerseits den Partner zu respektieren.
Die Skorpionin verkörpert also einen Frauentyp, der oft kameradschaftliche Züge aufweist, was ja das Stehen auf gleicher Ebene in sich schließt. Daneben gibt es freilich auch Skorpion-Geborene, die gerade ihr Frau-Sein in nahezu erpresserischer Weise ins Spiel bringen. Daß sie als Partnerin nie vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden wünscht, ist eigentlich selbstverständlich. Der Partner sollte besser gar nicht erst versuchen, Entscheidungen zu treffen, ohne mit ihr vorher darüber gesprochen zu haben.
Sie fordert vehement ihr Mitspracherecht - ob es sich um Kindererziehung oder Urlaubsziele handelt, um Wohnungsfragen oder die Wahl der gemeinsamen Freunde. Ihr dieses Recht einzuräumen hat für den Partner unter Umständen sogar einen Vorteil: Erfüllen sich die Erwartungen, die an einen gemeinsam gefaßten Entschluß geknüpft wurden, nicht, ist der Skorpion-Frau der Wind aus den Segeln genommen - sie trägt ja selbst einen Teil der Verantwortung und kann die Schuld an unbefriedigendem Abschneiden nicht dem Partner allein in die Schuhe schieben.
Eine Skorpion-Frau, die in der Ehe weiterhin berufstätig bleiben möchte und sich von ihren Haushaltspflichten nicht ausgefüllt fühlt, wird ihren Willen mit größter Wahrscheinlichkeit durchzusetzen verstehen. Oft hilft so eine Berufstätigkeit sogar, die Spannungen im privaten Bereich herabzusetzen, denn die Skorpion-Frau hat ja dann im beruflichen Bereich Gelegenheit, ihren Ehrgeiz "auszutoben" und Selbstbestätigung zu finden. Bringt ihr die Arbeit Erfolge - was bei ihrer Tüchtigkeit und ihrem kämpferischen Einsatz häufig der Fall ist -, spiegelt sich ihr Stolz und ihre Zufriedenheit vorteilhaft im Familienleben wider.
Die Partnerschaft mit einer Skorpion-Geborenen kann zweifellos höchst interessant und anregend sein - ob sie es ist, hängt nicht zuletzt von der Wahl des richtigen Partners ab. Aber so ist es eigentlich immer - nicht jeder paßt zu jedem.
Männer, die ein bequemes "Frauchen" wollen, sollten dieses nicht im Kreis der Skorpion-Geborenen suchen. Die Skorpionin ist eindeutig eine Persönlichkeit, und zwar gilt das ebenso für die positiven wie für die negativen Züge ihres eigenwilligen Charakters.
Hat sie sich einmal zur modernen Partnerschaft bekannt, dann verlangt sie absolute Gleichberechtigung und wird es nie zulassen, daß der Mann nun seinerseits auf seine Rechte pocht und von ihr gewisse Pflichten verlangt, von denen sie vielleicht glaubt, sie seien inzwischen unter ihrer Würde. Erst mit zunehmendem Alter kann sich eine solche Partnerschaft wieder harmonischer und weniger krisenanfällig zeigen, wenn nämlich die Skorpion-Dame begonnen hat, eine gewisse Kompromißbereitschaft zu entwickeln, und wenn sie mitunter, nur um nicht gleich wieder eine Auseinandersetzung heraufzubeschwören, auch einmal nachgibt. Oft ist sie dann klug genug, dem Mann die dominierende, Rolle einzuräumen oder ihn doch zumindest in dem Glauben zu lassen, er gäbe den Ton an.


Wer paßt um besten zum Skorpion-Mann?

Die männlichen Skorpion-Geborenen gehören zu den "starken" Liebenden. Ihre einer Partnerin zugewandten Gefühle sind durchweg von großer Heftigkeit. Kleinere Liebeleien dienen dem Skorpion-Mann höchstens zum Zeitvertreib und werden von ihm selbst nicht ernstgenommen. Dasselbe gilt für reine Sexabenteuer, denen der triebhafte Skorpion-Geborene keineswegs abgeneigt ist. Er wird bei solchen Beziehungen seine Gefühle aber nie "unnötig strapazieren". Wenn die Sexpartnerin, die für ihn nicht mehr als eben eine solche ist, sich in falschen Hoffnungen wiegt, ist das ihre Sache, meint er.
Skorpion-Männer können nicht nur heiß lieben, sie können auch - wenn von Liebe auf ihrer Seite keine Rede ist - kalt und rücksichtslos sein. Eine allgemeingültige Beschreibung des Liebesverhaltens männlicher Skorpione stößt allerdings auf Schwierigkeiten. Der Grund dafür liegt in der unterschiedlichen Ausprägung der für dieses Zeichen typischen Kennzeichen. Nicht zu Unrecht wird behauptet, daß es zweierlei Skorpione gibt, nämlich die sogenannten "hellen" und die "dunklen". Bei den ersteren ist eine vorherrschend positive Orientierung der Trieb- und anderen dominierenden Kräfte festzustellen.
Bei den "dunklen" Skorpion-Menschen hingegen überwiegt das Negative, und in besonders krassen Fällen kann ein unheilvoller Drang zum Quälen und Zerstören auftreten. Allen gemeinsam ist ohne Zweifel der Wunsch, in der Liebe zu dominieren.
Was erwartet der Skorpion-Mann von seiner Partnerin?
In erster Linie wohl, daß sie ihm allein gehört. Wer im Zeichen des Skorpions geboren wurde, der teilt nicht. Auf Untreue reagiert der Skorpion-Geborene mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln. Die Skala reicht von eisiger Verachtung (zumindest vorgetäuscht!) bis zu massiven Zornausbrüchen und Racheakten.
Skorpion-Männer haben starkes Verlangen nach Bewunderung und Schmeichelei, sie lassen sich gern verwöhnen, und es ist für sie selbstverständlich, daß stets das geschieht, was sie selbst vorschlagen oder anordnen.
Ist die Stellung der Gestirne im Individualhoroskop günstig, zeichnen sich die Skorpion-Männer nicht nur durch Gefühlsstärke und Leidenschaft, sondern auch durch andere Vorzüge aus. Sie entwickeln zum Beispiel Beschützertalente, sind hilfsbereit und großzügig im Schenken.

Für Schütze-Mädchen (23. November bis 21. Dezember) kommt - wenn überhaupt - nur ein "heller" Skorpion-Mann zum Verlieben in Frage. Und auch dann muß die Frage des Zusammenpassens mit einem ziemlich großen Fragezeichen versehen werden, sind doch die Schützinnen ausgesprochen freiheitsliebend und auf die Wahrung eines Spielraums zur Entfaltung ihrer Eigenpersönlichkeit bedacht - also nicht so ohne weiteres bereit, sich den Skorpion-Wünschen unterzuordnen. In Sexbelangen könnten die beiden harmonieren.

Sind Steinbock-Mädchen (22. Dezember bis 20. Januar) Idealpartnerinnen für Skorpione? Nun, was Ehrlichkeit und Verläßlichkeit betrifft, sicher. Aber fügsam sind auch die Steinbock-Vertreterinnen nicht. Außerdem kritisieren sie gerne - und das möchte der Skorpion lieber selbst tun. Krachs liegen in der Luft.

Weibliche Wassermann-Geborene (21. Januar bis 19. Februar) stacheln leicht die erotische Neugier der Skorpion-Männer auf. Zu Beginn der Beziehung könnte auch der Eindruck entstehen, als ließe sich die Wassermann-Eva mühelos "um den Finger wickeln". In ihr schlummert aber auch Widerspruchsgeist. Dieser läßt sich nur durch diplomatisches Geschick einschläfern. Und Diplomatie ist nicht gerade eine Stärke der Skorpion-Männer.

Relativ günstige Prognosen lassen sich für eine Verbindung von Skorpion-Mann und Fische-Frau (20. Februar bis 20. März) stellen. Der hundertprozentig weiblichen Fische-Geborenen imponiert der starke Skorpion-Mann. Sie bewundert ihn, paßt sich ihm an, ordnet sich meist auch unter. Er wiederum ist davon so entzückt, daß er sie verwöhnt und seine Bissigkeit vergißt. Unklar ist lediglich, wie sich dieses Paar im sexuellen Bereich versteht, denn die Sinnlichkeit der Skorpione ist viel derber geprägt als die der Fische.

Mit Widderinnen (21. März bis 20. April) könnte der Skorpion-Mann eher heiße Abenteuer erleben als eine Dauergemeinschaft gründen. Kontakte funktionieren meist nur so lange, als sich beide im "Ausnahmezustand" der Leidenschaft befinden. Im "normalen Alltag" nämlich sind Zusammenstöße fast unvermeidlich. Widder-Frauen sind stolz und eigenwillig und vertragen Kritik schlecht.

Stier-Mädchen (21. April bis 20. Mai)? Bei ihnen haben Skorpione zwar Chancen, doch dürften sich die Hoffnungen nur bei jeder zweiten erfüllen. Mit anderen Worten: Es steht 50:50. Ein Versuch ist immerhin zu wagen. Die Angleichungsmöglichkeiten sind durch individuelle Charakterzüge der Partner bestimmt und von Fall zu Fall anders zu beurteilen.

Schmal - allzu schmal - ist die gemeinsame Basis, auf der Skorpion-Mann und Zwillinge-Eva (21. Mai bis 21. Juni) ihr Glück zimmern könnten. Zwar lieben Zwillinge-Geborene starke Gefährten, doch müssen diese gleichzeitig tolerant sein - und eben das sind Skorpione selten. Jeder Versuch, einen weiblichen Zwilling zu "erziehen", ist ein Unternehmen mit höchst fraglichem Ausgang.

Viel eher ist dem Skorpion-Mann zu einer Partnerin aus dem Zeichen Krebs (22. Juni bis 22. Juli) zu raten. Sie kommt seinen Wünschen weitgehend entgegen. Ähnlich wie bei der Fische-Frau findet er bei der Krebs-Geborenen Bewunderung und die Bereitschaft, ihm die Führungsrolle zu überlassen. Es könnte wirklich schön werden.

Sturmzeichen überwiegen, wenn Löwe-Frau (23. Juli bis 23. August) und Skorpion-Mann sich ineinander verlieben. Da treffen zwei annähernd gleichstarke Partner aufeinander. Es kommt zum Kräftemessen, das ist sicher. Der Ausgang ist ungewiß. Immerhin: Hoffnungslos ist so ein Fall nicht, denn die Möglichkeit, daß sich die zwei "zusammenraufen", kann nicht ausgeschlossen werden.

Jungfrau-Mädchen (24. August bis 23. September) sind zwar nicht immer so kühl, wie sie wirken, aber sie sind kritische Naturen. Auch wenn sie lieben, spricht neben dem Herzen auch noch der Kopf mit. Skorpion-Männer, die "bedingungslos" geliebt werden wollen, stört diese Veranlagung der Jungfrau-Geborenen heftig. Und je mehr sie den "Herrn" hervorkehren, desto größer werden die Bedenken der Jungfrau-Mädchen. Da obendrein die gegenseitige sexuelle Anziehung nicht allzu groß sein dürfte, kommt meist das Ende, noch ehe es richtig anfing.

Ziemlich bescheiden sind die Glückschancen für die Paare Waage-Frau (24. September bis 23. Oktober) und Skorpion-Mann. Berührungspunke sind spärlich vorhanden, gegensätzliche Einstellung zu wichtigen Lebensfragen überwiegt. Den sensiblen Waage-Fräuleins sind die Skorpion-Männer meist zu robust und eindeutig. Letztere wieder ärgern sich über das Schwankende und Launische des Waage-Wesens. Nun - es muß ja nicht sein.


Wer paßt am besten zur Skorpion-Frau?

Da die Skorpion-Frauen zu den problematischen Naturen gehören, passen am ehesten Männer mit innerlich gefestigtem Wesen zu ihnen. Diese Partner sollten geduldig sein - aber keine Schwächlinge. Obwohl Skorpion-Frauen gerne dominieren, wünschen sie sich doch starke Partner, die ihnen zu imponieren verstehen.
Die Skorpion-Frau ist leidenschaftlich und sehr eifersüchtig. Typisch für sie ist, daß sich ihre Gefühle mitunter in recht schroffer, gewissermaßen überdeckter Art äußern. Fühlt sich die Skorpion-Frau zum Beispiel gekränkt, so reagiert sie nicht "weiblich" mit Tränen, sondern bissig. Macht sie sich um den Geliebten Sorgen, bekennt sie sich nicht direkt zu ihrer Angst, sondern indirekt, indem sie ihn mit Vorwürfen wegen seiner Unvorsichtigkeit oder seines Leichtsinns oder was sonst die Quelle der Sorgen ist, überschüttet. Und wenn eine Skorpion-Geborene schreit, der Mann möge sich zum Teufel scheren, heißt das nicht selten das Gegenteil.
Das Zwiespältige im Wesen der Skorpion-Frau äußert sich unter anderem im Nebeneinander von großem Liebesbedürfnis und großer Liebesbereitschaft auf der einen Seite und hartem Selbstbehauptungswillen und Herrschsucht auf der anderen.
Skorpion-Frauen sind aufopferungsbereit und egoistisch zugleich. Sie lieben so ausschließlich, wie man es selten findet, und sind doch zugleich von erschreckender Unduldsamkeit gegenüber kleinen Schwächen und Fehlern des Partners. In ihrer Seele spielt sich ein ständiges Ringen ab. Von vielen kann man sagen, daß sie an der eigenen Widersprüchlichkeit leiden.
Sexuell sind die Skorpion-Geborenen ziemlich anspruchsvoll. Ihr angeborenes Mißtrauen bereitet ihnen so manche quälende Stunde. Kommt es aus irgendeinem Grund zu längeren Intervallen zwischen den intimen Begegnungen, vermutet die Skorpion-Frau sogleich Untreue des Partners. Und auch dann, wenn er ihr eine durchaus plausible Erklärung zu geben vermag - etwa vorübergehende berufliche Überlastung oder körperliche Geschwächtheit nach überstandener Krankheit oder dergleichen -, ist ihr Mißtrauen nur schwer zu besiegen. Liebesbindungen von Skorpion-Frauen gehen häufig deshalb in die Brüche, weil die Kompromißbereitschaft in diesem Zeichen so gering ist, weil die Skorpion-Geborenen einfach mehr fordern, als Durchschnittsmänner verstehen können.

Der Schütze-Mann (23. November bis 21. Dezember) bringt manche Qualitäten mit, die für einen günstigen Verlauf der Bindung an eine Skorpion-Frau sprechen. Er ist eine kraftvolle und zugleich konziliante Persönlichkeit, er ist ein leidenschaftlicher Liebhaber und als Diplomat keineswegs unbegabt. Freilich lassen sich Schütze-Geborene nicht "an die kurze Kette" nehmen. Es liegt also in diesem Fall hauptsächlich an der Skorpion-Frau, ob es klappt oder nicht. Von ihrem Verhalten hängt das meiste ab.

Der Steinbock-Mann (22. Dezember bis 20. Januar) verfügt über Energie und Festigkeit, die Skorpion-Frauen zu schätzen wissen. Allerdings kann er auch beträchtlichen Starrsinn entwickeln, und da die Skorpion-Frau ebensowenig wie er zum Nachgeben bereit ist, könnten sich die Fronten versteifen. Individuelle Anlagen im Rahmen der typischen Wesenszüge spielen eine große Rolle. Die Chancen stehen 50:50.

Ein leichtsinniger und abenteuerlustiger Vertreter des Wassermann-Zeichens (21. Januar bis 19. Februar) wird nicht zur Skorpion-Frau passen. Doch nicht alle Männer aus dem Zeichen Wassermann sind von dieser Art. Es gibt auch ruhige und gewissenhafte, die viel Güte und Festigkeit ausstrahlen - und dann sind die Chancen gar nicht so übel.

Die ziemlich positive Prognose, die sich für Paare Fische-Frau - Skorpion-Mann erstellen ließ, muß abgeschwächt werden, wenn die Zeichen vertauscht sind, wenn also die Frau im Zeichen des Skorpions geboren wurde und der Mann im Zeichen der Fische (20. Februar bis 20. März). Zwar bringt der Fische-Geborene seiner Skorpion-Liebsten viel Bewunderung entgegen, ist er ihr treu und trachtet, sich ihr anzupassen - aber richtig "zufrieden" wird die vitale und robuste Skorpionin mit diesem eher weichen Mann nicht sein. Wenn er einmal auftrumpft, nimmt sie ihn gar nicht erst ernst - und dann ist er gekränkt.

Der Widder-Mann (21. März bis 20. April) begegnet der Skorpion-Frau temperamentvoll und läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, daß er "die Hosen anhat". Wenn diese beiden Krach haben, dann fliegen die Funken. Ob sie sich allmählich aufeinander einstellen können, muß als ziemlich fraglich bezeichnet werden. Dickköpfigkeit auf beiden Seiten tut selten gut.

Wählt die Skorpion-Frau einen Stier-Gefährten (21. April bis 20. Mai), fordert sie zwar auch einen Machtkampf heraus, doch äußert sich die Stärke des Stiers nicht so hitzig. An seiner Gelassenheit prallt der Stachel der Skorpionin ab. Sie ärgert sich zwar heftig, wenn seine Argumente von ihr nicht entkräftet werden können, doch mag es durchaus sein, daß sie dann ein wenig zurücksteckt und zu besserer Einsicht kommt.

Zwillinge-Männer (21. Mai bis 21. Juni) werden von den Skorpion-Geborenen oft schon sehr bald als "unverläßlich" eingestuft und beiseite geschoben. Möglich, daß die Skorpionin allzu streng urteilt, doch ein "richtiges" Glück in solchen Partnerschaften ist äußerst selten.

Krebs-Männer (22. Juni bis 22. Juli) sind schon eher in Betracht zu ziehen. Der Krebs ist für den Skorpion ein Trigon-Zeichen, und in diesem Winkel werden allgemein die aussichtsreichsten Partnerschaften angenommen. Natürlich hat auch diese Regel Ausnahmen. So prächtig sich viele Paare aus diesen Zeichen verstehen mögen - bei einem besonders sensiblen Krebs-Mann und einer besonders kritischen Skorpion-Frau kann es trotzdem zu Krisen kommen.

Auf des Messers Schneide balanciert die Verbindung Skorpion-Frau und Löwe-Mann (23. Juli bis 23. August). Es könnte wunderschön werden, denn der Löwe vereint oft Stärke mit Großzügigkeit, und der Skorpion-Frau fällt es vielleicht weniger schwer als sonst, dem Mann die Führungsrolle zuzugestehen - aber wie gesagt: Das Ganze ist ein Balanceakt, und eine einzige falsche Reaktion auf einer Seite kann das Gleichgewicht beenden.

Jungfrau-Männern (24. August bis 23. September) gelingt es nur äußerst selten, Skorpion-Frauen zu interessieren. Ein wichtiger Kontakt fehlt, und somit werden bei Bekanntschaften die Weichen schon frühzeitig in Richtung Freundschaft oder berufliche Zusammenarbeit gestellt. Sollte sich eine intimere Beziehung ergeben, wäre das "zufällig" und kaum von Dauer.

Mit Waage-Männern (24. September bis 23. Oktober) wird die Skorpion-Frau ständig Debatten führen. Das kann recht amüsant sein, und bisweilen wird es auch gehörig knistern, aber so eine Partnerschaft hat zuviel Abenteuerliches an sich, um in eine solide Dauergemeinschaft zu münden. In vielen Punkten ist echte Verständigung nahezu unmöglich.

Eine Bindung Skorpion-Skorpion kann sich so heftig gestalten, daß beide Partner schließlich an ihrer eigenen Glut ersticken. Wurde die Ehe jedoch in reiferen Jahren geschlossen, hat sie durchaus gute Chancen, lange zu bestehen. Langweilig wird sie jedenfalls nie!


Der Skorpion-Mann und sein Gefühlsleben

Das Skorpion-Zeichen ist durch zahlreiche schroffe Wesenszüge, gekennzeichnet, die freilich nicht bei allen Vertretern dieses heftig akzentuierten Typs gleich vehement in Erscheinung treten. So trifft man in den Reihen der Skorpion-Männer brutale Egoisten, die ihre Stärke sehr robust und rücksichtslos einsetzen, aber auch solche, die mit feingeschliffenen geistigen Waffen kämpfen, sich wohlüberlegt des Stachels mit dem Gift bedienen, der zu ihrem Symbolbild gehört.
Manche Skorpion-Geborene leiden heimlich darunter, daß in ihrem Innern verschiedenartige und einander widersprechende Eigenschaften und Gefühle um die Vorherrschaft ringen. Der heftigste ist wohl der zwischen dem scharfen Verstand, den die meisten Skorpion-Männer aufweisen, und den elementaren Triebkräften, die ihnen immer wieder das klare Konzept durchkreuzen - ein Widerstreit, der sich durch das ganze Leben ziehen kann, ähnlich überdies dem Kampf zwischen großer, heißer Liebe und kaltem Machtstreben.
Zu den bequemen, lenkbaren Lebenspartnern kann der Skorpion-Mann nicht gezählt werden, das steht fest. Er ist eigenwillig, stolz und wählerisch, und daß er den Ton anzugeben wünscht, steht außer Zweifel. Seine Grenzen erkennt er ungern oder gar nicht und schadet sich durch seine Heftigkeit mindestens ebensooft selbst als anderen.
Der Skorpion-Mann kann der Frau, die er liebt, den Himmel auf Erden bereiten - oder aber auch die Hölle.
Von den extrem negativen Vertretern dieses Zeichens abgesehen, beweisen Skorpion-Männer, die in die reifere Lebensphase eintreten, durchaus Verantwortungsbewußtsein. Sie sind dann ehrlich bemüht, der Frau ihrer Wahl das Leben schöner und leichter zu machen. Diese Bemühungen treten noch verstärkt auf, wenn die Geliebte oder Ehefrau die ideale Sexpartnerin ist, die sich der anspruchsvolle Skorpion-Mann wünscht. Der Sexkomponente kommt in diesem Zeichen ja überdurchschnittliche Bedeutung zu.
Zum glücklichen Gedeihen einer Partnerschaft sowie zu einem geordneten Gefühlshaushalt des Skorpions kann die Frau aber auch noch auf andere Weise beitragen: Fühlt sich nämlich der Skorpion-Mann anerkannt und bewundert, wird er von einer klugen Partnerin öfters um Rat gefragt, bei Entscheidungen nie übergangen, und gibt sie ihm keinen Grund zur Eifersucht, kurz, solange alles nach seinen Wünschen verläuft, zeigt er sich meist von seiner besten Seite.
Das bedeutet freilich nicht, daß er sie mit Kritik völlig verschont, denn gelegentlich "sticheln" muß ein Skorpion ganz einfach, auch dann, wenn er ehrlich liebt. Aber aus seinem Mund klingt auch manches härter, als es gemeint ist, und wenn sich die Partnerin erst einmal an diesen Wesenszug des Skorpions gewöhnt hat, wird sie ihn nicht mehr übertrieben tragisch nehmen.
Am besten ist es, dem Skorpion-Gefährten stets mit Offenheit und mit Festigkeit zu begegnen. In das Nachgeben seinen Schrullen gegenüber sollte stets der Hinweis eingeflochten werden, daß dies nur aus Liebe zu ihm geschehe, und wenn es ein andermal um einen Punkt geht, der der Frau ganz besonders am Herzen liegt, dann müßte sie versuchen, ihm ganz ruhig und freundlich klarzumachen, daß ihre Ansichten von ihm genauso respektiert werden sollten wie die seinen von ihr.
Wahrscheinlich wird der Skorpion-Mann darauf spöttisch oder heftig reagieren, aber es ist zu erwarten, daß eine solche Haltung der Partnerin ihm heimlich mehr imponiert als unentwegtes Nachgeben.
Von Familienzwist, Sorgen mit Kindern, Alltagskram des Haushalts etc. möchte der Skorpion-Mann unbehelligt bleiben. Er greift zwar ein, wenn es einmal wirklich "brennt", neigt aber in weniger bedeutenden Fällen dazu, der Frau zu erklären, daß dies ihre Sache sei.
Eine große Bequemlichkeit stellt sich in vorgerücktem Alter immer deutlicher ein. Der Skorpion-Mann - stets vom beruflichen Kampf sehr in Anspruch genommen - wird allmählich müder, und der in ihm schlummernde Egoismus fordert: Wenn ich Feierabend mache, will ich wirklich meine verdiente Ruhe haben - keine Unruhe in den vier Wänden - keine Probleme, zu denen ich Stellung nehmen soll - nein, mein gutes Essen und Trinken und im übrigen Ruhe und nichts, was meine Gefühle wieder in Wallung bringen könnte.
So abgekämpft freilich kann ein Skorpion-Mann gar nicht sein, daß er nicht sogleich wieder munter würde, wenn er bemerken oder auch nur vermuten sollte, daß seine liebe Frau einen anderen Mann liebenswürdiger oder interessanter findet. In diesem Punkt versteht der Skorpion-Geborene überhaupt keinen Spaß. Rivalen werden nicht geduldet! Das wäre ja noch schöner! Gefühle des Verstehens sind dem Skorpion dann fremd.
Als Freund kann der Skorpion-Mann verläßlich, ausdauernd und hilfsbereit sein - immer, ähnlich wie in der Liebe, unter der Voraussetzung, daß er sich nicht hintergangen fühlt, daß man ihn und seine Emotionen voll akzeptiert.


Die Skorpion-Frau und ihr Gefühlsleben

Skorpion-Frauen sind kraftvolle Persönlichkeiten, voll Energie und Leidenschaft. "Alles oder nichts" lautet ihre Devise. Oberflächlichkeit und Halbheiten sind ihnen verhaßt. Solange sich diese Frauen anerkannt und geliebt, nicht enttäuscht oder gar persönlich beleidigt fühlen, geben sie prächtige, ja geradezu ideale, zuverlässige Partnerinnen ab. Aber wehe, wenn jemand ihren Stolz verletzt! Als Feindin ist die Skorpion-Geborene nicht ungefährlich, vor allem, weil sie nicht vergessen und noch schwerer verzeihen kann. Wunden, die ihnen geschlagen werden, heilen unendlich langsam, und es bleiben schmerzende Narben zurück. Gerade diese Schmerzen aber machen Skorpion-Frauen dann rachsüchtig.
Fehlschläge, Enttäuschungen, die andere Menschen halb so wichtig nehmen, lösen bei Skorpion-Geborenen heftige Reaktionen aus. Sie kennen nur die Extreme heiß und kalt und verachten laue Zwischenlösungen.
Sie ist alles eher als ein bequemes Dutzendgeschöpf, die Skorpion-Geborene, vielmehr eindeutig eine Persönlichkeit voller heftiger Gefühle.
Jedenfalls kann man mit ihr nicht spielen, weder in der Liebe noch im Beruf oder auf einem anderen Gebiet. Wenn jemand spielt, dann ist sie es selbst. Manchmal wie die Katze mit der Maus - und da ein Hang zur Grausamkeit in der Seele jeder Skorpion-Geborenen schlummert, findet sie das recht amüsant. Wenn ihr etwas wichtig ist, dann spielt die Skorpion-Frau aber auch mit vollem Einsatz, nicht bloß zum Spaß, und dementsprechend ist dann auch ein etwaiger Fehlschlag ein totaler.
Mag kommen, was will - der Skorpion-Typ ist ungemein robust und wird mit Schicksalsschlägen fertig. Die Vitalität der Skorpion-Frauen findet nicht so bald ihresgleichen. Es ist freilich weniger eine fröhliche, optimistische Lebenskraft als eine, die aus dunklem Pessimismus wächst und zornig "trotzdem" sagt.
Das Leben der Skorpion-Frauen verläuft nur sehr selten in gleichförmigen Bahnen, vielmehr stürmisch und wechselhaft. Partner und Wohnort werden gewechselt, Arbeitsplatz und Freunde genauso, aber auch Gefühle der Liebe oder des Hasses.
Die Skorpionin neigt dazu, schnell "reinen Tisch" zu machen, wenn eine Situation sie nicht mehr befriedigt. An Unbefriedigendem aus purer Gewohnheit festzuhalten, widerspricht diesem Frauentyp, der zu radikalen Lösungen neigt. Wenn etwas nicht mehr funktioniert, dann Schluß damit, sagt sich die Skorpion-Frau. Sie schwört darauf, daß ein scharfer Schnitt immer noch das beste sei - und schneidet sich unter Umständen dabei auch kräftig ins eigene Fleisch. Mag es schmerzen - sie wird damit schon fertig.
Wartenkönnen, Verzeihen, Sich-in-andere-Hineindenken oder -fühlen ist der Skorpion-Frau fremd. Von Astrologen wird immer wieder darauf hingewiesen, daß sie, die das Licht der Welt erblickt hat, als wieder einmal das große Welken in der Natur einsetzte, zu dieser Phase im Kreislauf des Jahres eine tiefe Beziehung hat. Es handelt sich um das Bejahen des Naturgesetzes, das verlangt, daß die Blätter fallen, damit im kommenden Frühjahr wieder neue Knospen aufspringen können.
So wird die starke Bereitschaft der Skorpion-Geborenen erklärt, "Welkendes", Abgetanes (oder auch, was sie dazu zählt) mit einer Entscheidung, die manche Menschen schockiert, völlig zu beenden, abzustoßen, damit Platz für Neues wird.
Die Skorpion-Frau fühlt sich stark genug, "den Dingen ins Auge zu sehen". Sie verabscheut Selbsttäuschung und Zugeständnisse, die über ein bescheidenes Maß hinausgehen. Darin erblickt sie eine Schwäche, die sie unnachgiebig anprangert, auch bei anderen Menschen, denen sie auf ihre Art helfen möchte, indem sie ihnen "die Augen öffnet". Aber bei weitem nicht alle sagen ihr Dank dafür, daß sie ihnen die mühsam aufgebauten Illusionen zerstört. Die Zahl jener, die sich unter der Schutzglocke einer Lebenslüge wohler und geborgener fühlen als Auge in Auge mit einer niederschmetternden Wahrheit, ist eben ziemlich groß.
Aber die Skorpion-Frau kennt da kein Erbarmen. Sie sagt dem Mann klipp und klar, daß ihn die Kollegen nur schätzen, weil er mangels eigenen Ehrgeizes bequem und ungefährlich ist, sie sagt der Freundin, daß diese sich das Scheitern einer Liebesbeziehung selbst zuzuschreiben habe. Stets ist sie überzeugt davon, recht zu haben und berechtigt zu sein, den Finger auf verborgene Wunden zu legen.
Umgekehrt ist sie freilich meist unangenehm beruht, empört und verletzt, wenn ein anderer Mensch sie auf eigene Fehler aufmerksam macht. Die Reaktionen einer gekränkten Skorpionin sind äußerst heftig. Wenn sie sich ungerecht behandelt und mißverstanden fühlt, ist sie unversöhnlich.
Daß Liebesbeziehungen und Ehen von Skorpion-Frauen durch die eben geschilderten Eigenheiten nicht gerade begünstigt werden, braucht wohl nicht näher erklärt zu werden.
Im Anfangsstadium vermag die starke sexuelle Komponente, ohne die eine Skorpion-Liebe nicht auskommt, Differenzen zu überdecken. Man streitet allenfalls bei Tag und versöhnt sich in der Nacht wieder. Doch wenn die Zeit der ersten heftigsten Leidenschaft vorüber ist, wird es mit dem Versöhnen schwieriger.


Der Skorpion-Mann und sein Sexualleben

Das Zeichen Skorpion wird vom Mars regiert und prägt leidenschaftliche, stürmisch empfindende Naturen, die über einen starken Willen verfügen und keine Mühe scheuen, um ein vorgenommenes Ziel zu erreichen. Was die Liebe anbelangt, so nimmt diese im Leben der Skorpion-Menschen bedeutenden Raum ein, das steht fest. Fast immer liegt der stärkste Akzent auf der körperlichen Liebe, während die seelischen und geistigen Kontakte erst in zweiter Linie bewertet oder aber überhaupt vernachlässigt werden.
Wenn ein Skorpion-Mensch verliebt ist, äußert sich das weder als romantische Schwärmerei noch als scheue Anbetung. Das Vorgehen entspricht vielmehr der Skorpion-Aktivität, die geliebte Person wird offen umworben. Männliche Skorpion-Geborene sind bei ihrem Werben direkt und lassen keinen Zweifel darüber aufkommen, daß sie "aufs Ganze" gehen.
Vor allem in den stürmischen Jugendjahren kann es Skorpion-Menschen - auch den sonst sehr klar urteilenden - leicht zustoßen, daß sie sexuelles Verlangen mit Liebe verwechseln. Sie sind triebhaft und leidenschaftlich, und Leidenschaft trübt bekanntlich den klaren Blick. Außerdem ist eine Selbsttäuschung um so leichter möglich, als bei Skorpionen auch die echte Liebe so sehr mit Sexualität verflochten ist, daß das Fehlen der übrigen Komponenten bei einer ausschließlich auf körperliche Befriedigung abzielenden Bindung dem Skorpion selbst am wenigsten auffällt. Er hält sich ehrlich für verliebt, auch wenn er lediglich die körperliche Vereinigung anstrebt.
Je älter der Skorpion-Mensch wird und je mehr Erfahrung er bereits gesammelt hat, desto eher ist er in der Lage, sein Verlangen zu analysieren. Die häufigsten Irrtümer werden ja nicht allein in diesem Zeichen in der Jugend begangen. Die ersten Begegnungen mit der Liebe verlaufen bei Skorpion-Geborenen durchweg heftig. Etwas Maßloses ist ihnen eigen. Den erwachenden Trieben Zügel anzulegen muß erst erlernt werden. Enttäuschungen werden sehr schwergenommen. Glücksüberschwang wohnt dicht neben abgrundtiefer Verzweiflung. Erst allmählich pendeln sich die Extreme etwas ein. Bei manchen Skorpionen dauert diese Entwicklungsphase ziemlich lange. Der Weg zur Reife ist schmerzlich.
Auch wenn der Prozeß innerlicher Festigung und Klärung abgeschlossen ist, bleiben Liebesbeziehungen in der Mehrzahl der Fälle etwas problematisch. Dies hat verschiedene Ursachen.
Skorpion-Geborene sind überdurchschnittlich eifersüchtig. Der bloße Gedanke an einen Sexrivalen kann sie in Raserei versetzen. Manchmal führt so ein Verdacht zu wilden Szenen, manchmal erfaßt Skorpion-Männer, die sich hintergangen und betrogen wähnen, aber auch eine kalte Wut. Sie werden dann gefährlich leise, in ihren ruhigen Worten schwingt Drohendes, sie gießen ätzenden Spott und eisige Verachtung über der Partnerin aus. Selbst tief verwundet, bereitet es ihnen eine böse Befriedigung, denjenigen zu quälen, der sie verriet oder von dem sie sich verraten wähnen.
Auf diese Weise reißen sie nicht selten einen feinen Sprung in einer Liebesbeziehung erst selbst zum unüberbrückbaren Abgrund auf, zerstören sie selbst, was vielleicht ohne weiteres hätte bereinigt werden können.


Die Skorpion-Frau und ihr Sexualleben

Skorpion-Geborene lieben leidenschaftlich und besitzergreifend. Sie dulden sozusagen "keine anderen Götter neben sich". Untreue des Partners können sie nicht verzeihen. Sie sind ganz einfach nicht der Typ, der einen Seitensprung des Mannes schweigend toleriert, in der Hoffnung, daß er doch zu ihr zurückfinden wird. Nein - die Skorpionin ist meist so sehr davon überzeugt, daß sie mehr zu geben vermag als andere Frauen, daß sie überhaupt nicht begreifen kann und will, wieso eine Rivalin ihr - sei es auch nur vorübergehend - vorgezogen werden konnte. Überschätzt sie sich? Nun, es kann schon sein, daß ihr Selbstbewußtsein in etwas übersteigerter Form in Erscheinung tritt. Doch ist sie tatsächlich eine prächtige Kameradin, eine leidenschaftliche Geliebte, alles in allem eine Frau, die höchsten Einsatz nicht scheut. Neben den Eigenschaften, die die Skorpion-Geborene zur "großen Liebenden" machen, gibt es freilich auch andere, die sich zerstörend auf das Liebes- und Sexglück auswirken: das Machtstreben, die übergroße Eifersucht, die Unnachgiebigkeit. Leicht haben es die Partner nicht mit dieser Frau.
Aus der Einstellung der Skorpion-Frauen, die nur heiß oder kalt gelten lassen und Laues verächtlich abtun, resultiert, daß so manche Liebesbindung ein abruptes Ende findet. Wenn andere Paare sich doch öfter bemühen, kritische Situationen, die es ja in jeder Partnerschaft einmal gibt, gemeinsam zu lösen, einen neuen Anfang zu finden, ist die Skorpionin für dergleichen nicht zu haben. Sie kann eben nicht über ihren Schatten springen.
Wunden, die ihr zugefügt wurden, heilen bei ihr, wie bei allen stolzen Naturen, schwer. Die seelischen Narben bleiben fühlbar. Eine in der Liebe enttäuschte Skorpion-Frau wird sich nicht selten zu "rächen" versuchen. Es ist durchaus möglich, daß sie bald eine neue Sexbindung eingeht, doch wird sie in diese ein gesteigertes Quantum Mißtrauen mitbringen, wodurch die Gefahren für abermaligen Schiffbruch nicht gerade kleiner werden. Unter den älteren Skorpion-Frauen trifft man ziemlich viele, die ihren Weg allein gehen und laut erklären, daß dies ihren Wünschen entspricht. Sie wollen nicht bemitleidet werden. Doch wenn sie ihre Zufriedenheit noch so sehr betonen - die volle Wahrheit ist es nicht.
Die Liebe ist und bleibt Dreh- und Angelpunkt in diesem Frauenleben. Die Skorpion-Frau liebt mit solcher Leidenschaft, daß ihr ganzes zentrales Lebensgefüge darauf aufgebaut oder - dadurch zerstört wird. Mars ist der "Herrscher" ihres Zeichens. Das im Tierkreis gegenüberliegende Zeichen des Stiers wird von Venus "regiert". Oppositionszeichen üben eine starke Wirkung auf das eigene Sternbild aus. Mars und Venus sind also gemeinsam "Herrscherpaar" für alle Skorpion-Geborenen, Männer wie Frauen. Das erklärt auch die starke Sinnenhaftigkeit, die man diesem Zeichen zuschreibt.
Alles ist nun schön und gut, wenn die Skorpion-Frau frühzeitig eine "große" Liebe erfährt - denn mit seichten Tändeleien gibt sie sich nicht ab, kann es nicht nach ihrer Wesensstruktur. Wenn weiter aus dieser Liebe eine gute Ehe wird; Kindersegen sich einstellt; ein schönes Heim, geordnete Verhältnisse Herz und Seele erfreuen. Aber das klappt nicht immer, und nicht jeder Partner ist der Skorpionin treu.
Skorpion-Frauen sind berüchtigt ihrer Eifersucht wegen. "Wenn ich liebe - nimm dich in acht!" Sie wollen, sie suchen das Große, das Einmalige, die volle Hingabe. Sie fordern das gleiche vom Partner. Wird mit kleinerer Münze bezahlt, so läßt das die Skorpion-Frau in tiefster Seele unbefriedigt sein.


Wie treu sind Skorpion-Menschen?

Der Skorpion-Mann kann der Frau, die er liebt, den Himmel auf Erden bereiten - aber auch die Hölle. Wenn er sich verliebt, geht er nicht lange um den heißen Brei herum, sondern setzt zum Sturmangriff an. Er ist der typische Eroberer. Und was er erobert hat, das "gehört ihm". Skorpion-Männer betrachten Frauen gerne als ihren Besitz, mit dem sie schalten und walten können, wie es ihnen beliebt. Auf die Eigenpersönlichkeit einer Frau Rücksicht zu nehmen, sich auf ihre Wünsche einzustellen, ihr gewisse Freiheiten zu gönnen, liegt ihnen leider wenig.
Nur sehr starke und zugleich kluge Frauen verstehen es, sich an der Seite eines Skorpion-Mannes zu behaupten und sich das Maximum an Entgegenkommen zu sichern, dessen dieser Mann überhaupt fähig ist. Am ehesten gelingt es ihnen, wenn sie den eifersüchtigen Partner davon überzeugen konnten, daß er sich auf sie verlassen kann, ihn nicht nur lieben, sondern auch schätzen und bewundern.
Der Skorpion selbst ist und bleibt ein großer Frauenfreund. Auf seiner Wegstrecke liegt manche "geknickte Blume". Vor allem in der Jugend verstrickt er sich in heftige Leidenschaften, die wenig Harmonie und Beständigkeit zeigen. Meistens nicht sehr früh kommt er zum Heiraten. Hat er das Glück, die richtige Partnerin zu finden (eine weiche, anschmiegsame, so kluge wie charmante Fau muß es sein!), dann wird er ein guter, treusorgender Familienvater, der am Heim hängt, obwohl man ihn nicht "an die Kette!" legen darf und kann.
Skorpion-Männer sind durchweg ziemlich eigenwillig, verabscheuen Halbheiten und Kompromisse und verfolgen zäh den Weg zum selbstgewählten Ziel - auch wenn die Umwelt damit gar nicht immer einverstanden ist. Sie treten als Liebende sehr fordernd auf, mit unverkennbarem Herrschaftsanspruch. Wenn im individuellen Persönlichkeitsbild die "dunklen" Züge überwiegen, kann der Wunsch, die dominierende Rolle zu spielen, in Tyrannei ausarten. Bei den "helleren" Skorpion-Menschen ist es nicht so schlimm, doch gehören auch sie nicht zu den fügsamen, "zahmen" Gefährten.
Da dieses Zeichen besonders triebhafte Naturen prägt, sind die Ansprüche in sexueller Hinsicht groß. Die vitalen Skorpion-Typen wollen sich voll ausleben, sind zum Teil hochgradig egoistisch und rücksichtslos in ihrem Genußstreben.
Handelt es sich um "positive" Skorpione, so steht neben dem Fordern gleichstark auch das Geben: Der Liebespartner wird reich beschenkt, verwöhnt, gefördert und vom Skorpion beschützt.
Treue wird vom Partner ausnahmslos verlangt - auch wenn der Skorpion-Geborene selbst nicht unbedingt zur Treue bereit ist. Die Eifersucht ist sehr groß, das Mißtrauen flammt leicht auf. Enttäuschung, Kränkung, Betrug machen die bösen Kräfte frei, die im Skorpion-Wesen schlummern.
Skorpion-Menschen sind in der Mehrzahl nicht nur scharfzüngig und bissig (der gefürchtete Stachel des Skorpions sticht unbarmherzig zu!), sondern auch rachsüchtig. Verzeihen fällt diesem Typ unendlich schwer, und restlos gelingt es fast nie, auch wenn es ehrlich versucht wird.
Verliebte weibliche Skorpion-Geborene verhalten sich in Sachen Liebe und Treue in mancher Hinsicht nicht anders als männliche. Sie gehen in der Liebe stets "aufs Ganze". Niemals sind sie in ihren Gefühlen lau oder schwankend. Das Objekt ihrer Liebe kann wechseln - es wechselt sogar öfter, besonders in der Jugend -, doch solange es im Mittelpunkt des Liebesverlangens einer Skorpion-Dame steht, konzentriert sich diese völlig auf diesen Partner und fordert von ihm das gleiche.
Rivalen duldet eine Skorpionin nicht. Ebenso wie sie beim Aufflammen ihrer Gefühle sogleich zum Sturm auf die Person ansetzt, in die sie sich verliebt hat, nimmt sie auch sofort den Kampf gegen Nebenbuhlerinnen auf und ruht nicht eher, bis sie sie aus dem Felde geschlagen hat.
Man hat es also mit ziemlich herrschsüchtigen Liebenden zu tun, deren erste Forderung lautet: Alles oder nichts. Geteilt wird nicht.
Wenn Skorpion-Frauen verliebt sind, dann sind sie auch eifersüchtig. Ein freundlicher Blick, ein Scherzwort des Partners, an eine Dritte gerichtet, genügen, um sie in Aufruhr zu versetzen und darin den ersten Schritt zum Treuebruch zu vermuten.
In jedem Skorpion schlummert das Mißtrauen. Einmal geweckt, kommt es kaum mehr zur Ruhe. Ganz egal, ob ein Verdacht zu Recht besteht oder nur in der Einbildung der Skorpion-Geborenen - ihre Reaktion ist immer von heftiger Art. Es gibt Zornausbrüche, wilde Szenen, Vorwürfe. Das mindeste sind andauernde Sticheleien und Anspielungen.
Leider beschwört so manche Skorpion-Dame mit diesem Verhalten gerade herauf, was sie verhindern wollte: Der Partner, anfangs womöglich unschuldig verdächtigt und noch durchaus bereit, treu zum schwierigen Skorpion zu halten, bekommt dessen ständige Szenen schließlich satt, will sich nicht länger quälen lassen und wendet sich ab.



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